Adventskalender

Türchen 1

💫St. Martin im Waldkindergartenn (Erzählt von einer Mama)💫

Es wird langsam dunkel. Alle Eltern sind eingeladen, mit den Kindern zum Waldgrundstück zu kommen. Aus den Taschen und Körben duftet es herrlich nach Zimtschnecken und gebackenem Brot. Die Kinder sind aufgeregt und laufen schon einige Meter vor. Erstaunt bleiben sie am Eingang stehen. Auch wir Eltern sind gerührt. Der Waldkindergarten erstrahlt in vielen, kleinen Lichtern. Lichterketten schmücken Bäume, Sitzgruppe und Bauwagen. Die Erzieherinnen warten schon auf uns. Gemeinsam singen wir "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne...". Dann gehen die Kinder in den warmen Bauwagen und haben Spaß mit einem Erzähltheater. In dieser Zeit bereiten wir Eltern das Buffet vor. Jeder hat etwas mitgebracht. Ein großer Korb voller Martinsgänse steht auf dem Tisch. Die haben die Kinder am Morgen gebacken und möchten sie jetzt mit uns teilen. Bei Kinderpunsch und Tee essen wir gemeinsam. 

Dann geht es für die Kinder los. Ihre gebastelten Laternen werden mit Licht gefüllt und sie wandern fröhlich singend mit ihren Erzieherinnen zum Kindergarten Metzen Tannen, wo sie sich dem großen Laternenumzug anschließen und dann auch gemeinsam mit den Kindern dort im Alten- und Pflegeheim Blumenhain singen. 

Wir Eltern bleiben noch ein bisschen im kuscheligen Bauwagen und treten dann gemeinsam den Heimweg an, um unsere Kinder abzuholen. 

So geht ein schöner Abend zu Ende. Für die Kinder ein tolles Erlebnis, Mama und/oder Papa mit im Kindergarten zu haben, Essen und trinken zu teilen und voller stolz ihre Laternen zu präsentieren. Für uns Eltern eine tolle Gelegenheit kurz innezuhalten, bei schönen Gesprächen und leckerem Essen sich besser kennenzulernen und für ein paar Stunden die Welt aus Kinderaugen zu betrachten. 





Vielen Dank an die Erzieherinnen für die tolle Idee und die Vorbereitung!!!

Vielen Dank an den Kindergarten Metzen Tannen für die gute Zusammenarbeit und die Kooperation. 

Türchen 2

 💫Pädagogik Teil 1, Leitgedanken💫


Was ist es, das Kinder wirklich brauchen? Zeit und das richtige Umfeld, um mit Begeisterung Neues zu erforschen! Zeit, um die eigene Persönlichkeit selbst zu entdecken und zuformen! Chancen und Herausforderungen, um sich selbst auszuprobieren! Rückhalt, um auf andere zuzugehen und vorurteilsfrei zu interagieren! - Eine unbeschwerte Kindheit!
 Wir verstehen uns in dieser Zeit als liebevolle Wegbegleiter, die jedes Kind nach seinem Entwicklungsstand und seinen Bedürfnissen fördern und unterstützen. Das richtige Umfeld für unsere Arbeit bietet der Wald! Wir sind uns sicher, dass man die vielseitigsten Anreize und Erfahrungen nicht auf Spielplätzen findet, die von Erwachsen nach TÜVNormen konzipiert wurden. Grundlage einer ganzheitlichen Entwicklung ist für uns der Freiraum des Waldes, den die Kinder in ihrem ganz eigenen Entwicklungstempo selbst mit Leben füllen. In unserer pädagogischen Arbeit bedienen wir uns vieler unterschiedlicher Einflüsse. Neben den Kriterien des Hessischen Bildungs-und Erziehungsplans undg esetzlichen Vorgaben stellen bei uns Einflüsse aus der Waldpädagogik und die Bildung für Nachhaltige Entwicklung zwei wichtige Eckpunkte dar. Einen hohen Wert legen wir darauf, den Kindern mit Wertschätzung gegenüber ihren Vorschlägen, Bedürfnissen und Rückmeldungen zu begegnen. Nur durch positiv erlebte Partizipation und soziale Rückmeldungen können sie ihren eigenen, hohen Stellenwert verinnerlichen. So werden wir am Ende unserer Zeit im „Waldkindergarten Borkenkäfer“ vom Wegbegleiter zum Wegbereiter in eine positive Zukunft, die von starken und weltoffenen Entscheidungen geprägt ist.

 Überlege, was dich aufblühen lässt, dem gehe nach.
 (Ulrich Schaffer)

Türchen 3

💫Unsere Seite in "100 attraktive Seiten Borken (Hessen)💫
Vielen Dank an Druck und Design De Lange, dass wir Seite 48 und 49 mit unserer Idee füllen dürfen! 
www.druck-design-de-lange.de

Türchen 4

💫Pädagogik Teil 2, Waldpädagogik💫

Was versteckt sich hinter dem Begriff „Waldpädagogik“? 

Die Waldpädagogik legt ihren Schwerpunkt auf das Lernen durch Erleben. Kein Entlanghangeln an leblosen Daten und Fakten, keine Auseinandersetzung mit grauer Theorie, sondern das Erfahren mit allen Sinnen steht im Mittelpunkt. Auch Pestalozzi beschreibt in seinem Konzept, dass beim Lernen Kopf, Herz und Hand zusammenspielen. Durch die Kombination kognitiver, emotionaler und Sinneseindrücke fällt Lernen leichter, und das Gelernte wirkt nachhaltig fort. Bei der naturnahen Pädagogik bieten die offeneren Rahmenbedingungen immer die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung, was dem Entdeckergeist vieler Kinder entgegenkommt. Die hautnahe Auseinandersetzung mit Themen und Fragestellungen motiviert zusätzlich und fördert Selbstorganisation, schult den Gemeinschaftssinn und stärkt durch viele Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse die kommunikative Kompetenz. Emotionen und Gefühle stehen dabei keineswegs im Weg, sondern sollen vielmehr geweckt werden. Ganz von allein verleiht die natürliche Umgebung den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. In der Theorie stellt sich die Waldpädagogik auf drei Standbeine: (1) Da viele Kinder heute den Wald als solches nicht kennen, zielt die Waldpädagogik darauf ab, einen emotionalen Zugang zur Tier und Pflanzenwelt des Waldes zu fördern. (2) Auch Wissen soll vermittelt werden, wobei es gilt, die fachtheoretische Kompetenz möglichst individuell zu stärken und zu unterstützen. Das Emotionen und Wissen oft Hand in Hand gehen, beschreibt ein häufig gebrauchtes Credo in der Waldpädagogik sehr zutreffend:

„Nur was ich kenne, kann ich lieben und nur, was ich liebe, kann ich schützen!“

Gerade über diese Emotionalität und die naturnahe Bildung ist es möglich sich mit zukunftsrelevanten Themen altersgemäß zu beschäftigen ohne die Kinder zu überfordern. (3) Die Waldpädagogik orientiert sich stark an der BNE. Diese möchte den Kindern eine sogenannte Gestaltungskompetenz an die Hand geben, um nachhaltig etwas zur Weltgemeinschaft beitragen zu können. Um die Gestaltungskompetenz greifbar zu machen, wurde vom Nationalkomitee der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (2005-2014) ein Katalog von zwölf Teilkompetenzen definiert, nach denen waldpädagogische Einheiten konzipiert werden:...….


Lust auf Weiterlesen? Die vollständige Fassung ist hier zu finden: https://jimdo-storage.global.ssl.fastly.net/file/68406d46-e65a-4354-bdbd-049671897f1a/PaedagogischesKonzept.pdf

Türchen 6

 💫Augenblick im Bauwagen💫

 Wir wünschen allen Kindern und Erwachsenen einen schönen Nikolaustag 🎅🎅🎅


Heute im Adventskalender: Blick auf das gemeinsame Nikolausfrühstück, dass die Erzieherinnen für die Kinder organisiert haben.

Türchen 7

 🌠🌠🌠🌠 Türchen Nr. 7 🌠🌠🌠🌠

💫Sind wir immer draußen?💫


Im Waldkindergarten werden die Kinder nicht in einem Gebäude betreut wie in einem Regelkindergarten, sondern auf einem Areal im Wald. Die Kinder haben dieses Areal mit selbst bemalten Grenzpfählen abgesteckt und wissen ganz genau, wie weit jeder gehen darf. Das kommunizieren sie Gästen–und auch Eltern–gegenüber auch sehr lautstark, sollten die den Grenzen einmal zu nahekommen.Für Erkundungstouren, Abstecher zum Kletterberg oder Besuche beim Schäfer auf der Obstwiese verlässt der Kindergarten sein angestammtes Gebiet regelmäßig. Da ohnehin schon alle draußen sind und bereits Jacken und Schuhe tragen, fällt es nicht schwer, einfachl oszuziehen und die grenzenlose Vielfalt des Waldes und der Umgebung zu erkunden. 

Aber keine Regel, ohne Ausnahmen: Bei Regen und Kälte stehen den Kindern und Erzieher*innen zwei beheizte Bauwagen zum Aufwärmen und Trocknen zur Verfügung. Erfahrungsgemäß verlangen Kinder aber tatsächlich weniger danach, als Erwachsene und sind viel wetterfester. Folgender Kommentar meiner Tochter verdeutlicht dies: „Warum gehen wir nicht raus, Mama?“ „Weil es regnet.“ „Aber ich habe doch eine Regenjacke!“. Wer sich nicht sicher ist, wie gut sein Kind mit den Witterungsbedingungen im Wald zurechtkommt, kann bei uns einfach ein paar Schnuppertage vereinbaren. Stürme stellen natürlich auch ein Problem dar, denn dann ist es im Wald nicht sicher–und das gilt nicht nur für Waldkinder! Herabfallende Äste und umstürzende Bäume können jedem gefährlichwerden und deshalb ist dann der Wald für alle tabu. Unsere Erzieherinnen überprüfen jeden Morgenden Wetterbericht, um immer auf alles vorbereitet zu sein. Und wenn es dann einmal wirklich nicht in den Wald geht, steht ein Ausweichraum zur Verfügung.


Auch wenn einmal im Jahr die Treibjagd veranstaltet wird,darf natürlich niemandin den Wald. Dadas gut planbar ist, machen unsere Kinder dann Tagesausflüge, z. B. wie dieses Jahr in den Wildpark Knüll.


Ihr möchtet gern wissen, wie sich einen Tag im Wald gestaltet, wie wir zur Toilette gehen oder wie die Kinder zum Kindergarten kommen? Dann folgt unserem Adventskalender und seid gespannt...☺☺☺🦊